Sie sind die besten im Text, die Popstars der Sprache: Redakteure (m/w). „Wenn ein unfertiger Text ein Kind ist, das sich noch entwickeln muss, dann sind gute Redakteure ein wenig wie Eltern, die ein Manuskript das werden lassen, was es eigentlich sein könnte.“ Da japst der Autor nach Luft und der freie Journalist erbricht sich vor Schreck. Als unfertiges Menschenkind mit Adoptiveltern hatte er (m/w) sich bislang nicht gesehen. Doch die das sagen, sind so unschlagbar vom Fach, dass Welten kleiner Journalisten-i-Dötzkes zusammengebrochen sein müssen, als am 5. August das Zeit-Magazin zum Thema Redigieren erschien: „Ein Heft, wo wir Ihnen alles verschönern tun“ stand rot unterringelt auf dem ersten Umschlag, und dann folgte die vor Selbstsicherheit strotzende Ankündigung: „Wir machen das Beste aus Ihren Texten“.
Freie Journalisten
Medienrestriktionen
Pressefreiheit bei Bahn, Sport und Musikveranstaltern
Wenn Behörden, Verbände und Unternehmen ihre Pressearbeit professionalisieren bedeutet das häufig: sie wählen genauer aus, mit welchen Journalistinnen und Journalisten sie sprechen wollen. Mal geht’s ums Image, mal ums Geld – und manchmal wohl auch schlicht um die Macht. Sind die Medien abhängig vom Gutdünken der Akteure?